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Symposion Kunst und Ökologie: If the world were your oyster

12. Juli , 12:00 - 22:00

kuratiert von Mekhala Dave.

„If the World Were Your Oyster“ ist inspiriert von dem Gedicht „Your Oysters“ der queeren palästinensischen Dichterin Rasha Abdulhadi. In dem Gedicht erhält die bekannte Redewendung „the world is your oyster“ eine neue Bedeutung: Sie bietet eine Möglichkeit, über die Mikrokosmen der Welt nachzudenken, in der wir leben und die wir gestalten, und in der menschliches und nicht-menschliches Leben eng miteinander verflochten sind. Austern sind salzwasserbewohnende Muscheln, die in Brack- und Meereslebensräumen leben und sich über viele Ebenen hinweg bewegen. Sie sind lebende Organismen innerhalb mariner Ökosysteme, zirkulieren jedoch auch durch globale
Esskulturen und Wirtschaftssysteme, oft bezogen aus Ostasien und dem Pazifik, wo Massenproduktion, Aquakultur und Wildfang die Meeresumwelt und die Ketten dernArbeit an den Küsten prägen. Austern produzieren zudem Perlen, wenn ein kleiner Fremdkörper in ihren Körper eindringt und Schicht für Schicht mit Perlmutt überzogen wird, wobei im Laufe der Zeit etwas Schmerzhaftes immer leuchtender wird. In dem Gedicht jedoch
„sind Perlen Zeichen des Problems“, was auf die Schönheit anspielt, die aus Reibung entstehen kann, und uns daran erinnert, dass wir in einer Zeit leben, in der die Bedingungen, die das Leben erhalten, zunehmend fragil werden. Beim Symposium wird die Auster zu einem konzeptionellen Zugangspunkt für vielfältige Bedeutungen durch Formen der gemeinsamen Gestaltung und des kritischen Denkens. So wie Austern als Reaktion auf ihre Umgebung wachsen, entwickeln sich auch künstlerische und wissenschaftliche Praktiken

Im Rahmen von gemeinsamer Produktionszeit und eines öffentlichen Programms kommen Künstler*innen, Aktivist*innen, Denker*innen und Wissenschaftler*innen zusammen, um queere und feministische Blickwinkel auf indigene Ausdrucksformen, soziomaterielle Kontexte, digitale Werkzeuge und dekoloniale Perspektiven anzuwenden. So entsteht Raum, um sich Zukunftsvisionen auf andere Weise vorzustellen.
Eine Einladung, um auf die Bedingungen des heutigen Zusammenlebens zu reagieren.

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