Artificial Museum

Artificial Museum am Symposion Lindabrunn

Künstler*innen: Ferdinand Doblhammer, Hideo SNES, Jascha Ehrenreich, Litto, Madi Piller, Manuel Cyrill Bachinger, Victoria Coeln

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Virtual Sculpture – Webbased AR – Music Performances – Outdoor & Indoor Exhibition – Workshop – Panel – Keynote Speech – Mirror Mechanisms – Cyborg – Extended Cinema

Das Artificial Museum ein Museum für digitale Kunst im öffentlichen Raum. Die Ausstellungsplattform wurde von Daniela Weiss und Jascha Ehrenreich initiiert und entwickelt. Für das Symposion „Reterritorialized Spaces“ luden sie Künstler*innen und Kollektive dazu ein, ortsspezifisch und prozessual Skulpturen, experimentelle Performances und musikalische Interventionen mit neuesten Technologien zu entwickeln. Was dabei entstand, ist an diesem Wochenende hautnah mit den Künstler*innen zu erleben. Sie sind bis heute noch am Gelände ortspezifisch zu sehen :

Arbeiten des Artificial Museum am Symposion Lindabrunn

„Bewegung schafft Raum. Wahrnehmung entsteht aus Bewegung. Das Unsichtbare erschließt sich erst in der Bewegung“.

Artificialmuseum.com

Versuchsanordnung zur Überwindung mittlerer Distanzen

Artist: noid
2021 – heute

Die „Versuchsanordnung zur Überwindung mittlerer Distanzen“ ist eine Neuinterpretation des Flüsterbogens mit radikal reduziertem Materialaufwand in der offenen Landschaft plaziert.
Parabolantennen für den Satellitenrundfunkempfang, Satellitenschüsseln genannt, prägten jahrzehntelang die Wohngebiete weltweit und waren einst Inbegriff für Fortschritt und Kommunikation.
Als Land-Art Objekt verweist die „Versuchsanordnung..“ in seiner retro- futuristischen Anmutung auf diese Technologien und damit zusammenhängende historischen Transformations- prozesse.
Zwei ausgemusterte Satellitenschüsseln sind so zueinander ausgerichtet, dass sich zwei Personen ohne jegliche elektronische Verstärkung über eine Distanz von etwa 100 Metern zuflüstern können, während sie sich den Rücken zukehren.
Die pure Geometrie des Paraboloids bewirkt die Fokussierung und Projektion der menschlichen Sprache über eine Distanz, die für normales Sprechen deutlich zu groß ist – und dabei entsteht dennoch das Gefühl, dass einem direkt ins Ohr geflüstert wird. Ein intimer Moment zwischen zwei Menschen entsteht, der in seiner Gleichzeitigkeit von Abstraktion und Nähe einzigartige Kommunikationsräume öffnet.

Bildhauer

Artist: Karin Frank
2019 – heute

Zwei hohe bemalte Holzstelen, die die physische Arbeit am Stein zum Thema haben, entstanden beim Symposion „50 Jahre Symposion Lindabrunn“ 2019

 https://www.karinfrank.at/

Hui

Artists: Chris Janka, David Moises
2009 – heute

Flugobjekt HUI aus dem Jahr 2009 ist Teil einer Serie von Hubschrauber-Experimenten von David Moises und Chris Janka. HUI wurde als flugfähiger Hubschrauber mit besonders ökologischer Bauweise geplant. Doch nachdem für das Abheben essenzielle Teile aufgrund des Konkurses einer Spezialfirma nicht mehr geliefert werden konnten, mussten die Künstler den Traum vom Fliegen begraben. Dieser Traum ist seit Jahrhunderten Teil der Technik- und auch der Kunstgeschichte. Zahlreiche Künstler*innen versuchten sich daran, ein flugfähiges Objekt zu entwerfen. Der Werktitel HUI orientiert sich am „Utility Helicopter“ Huey. Mit dem Sprechlaut „HUI“ wird allerdings auch die spielerische Komponente von Flugexperimenten betont. Aufgrund seiner rotierenden roten Düsen erzeugte die erste Version von HUI die Illusion eines roten Rings und dazu ein durchdringendes, lautes Geräusch. In der zweiten Version wurde das Hubschraubermodell zur wasserspeienden Skulptur HUIcicle umgebaut. Mit den Düsen eines Hochdruckreinigers ausgestattet verwandelte HUIcicle im Winter die Umgebung. Das ausgeschleuderte Sprühwasser bedeckte alles mit einer Eisschicht.

Stonehenge 1986

Artist: Franz Xaver
2007 – heute

Franz Xavers Stonehenge 1986 – Fragmente der Medienkunst wurde 2007 am Symposiongelände aufgestellt. Im Original bestand die Skulptur aus 15 Röhrenbildschirmen, die in einer Stahlkonstruktion angeordnet die Buchstaben „IT“ ergeben. Xavers Werk ist auch interessant, weil es eine Brücke bildet zwischen dem skulpturalen Schaffen im Rahmen der Steinbildhaurei-Symposien und dem multimedialen Kunstschaffen, dem seit 1999 am Gelände des Symposions Lindabrunn Raum geboten wird und das vielfach temporär angelegt ist. 2018 wurden sieben der fünfzehn Bildschirme der Medienkunstskulptur mutwillig zerstört.