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Im CUBO: Pia Mayrwöger – HIER

24. August - 10. Oktober

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 – Resonanzen eines Ortes

Eröffnung: 24.08. 17:00

Die Ausstellung präsentiert zwei frühe ortsspezifische Arbeiten von Pia Mayrwöger, die 2016 und 2017 auf dem Gelände des Symposions Lindabrunn entstanden sind. In beiden Interventionen setzte sich die Künstlerin intensiv mit den räumlichen, landschaftlichen und materiellen Gegebenheiten des Ortes auseinander. Ihre Eingriffe besetzen den Ort nicht, sondern erschließen ihn aufmerksam und lassen prägnante Beziehungen zwischen künstlerischer Handlung und Umgebung entstehen.

In Form einer dokumentarischen Präsentation kehren die Arbeiten nun an ihren Entstehungsort zurück. Die Ausstellung ermöglicht eine Wiederbegegnung mit Werken, in denen sich bereits die besondere Sensibilität und Konsequenz von Pia Mayrwögers künstlerischer Haltung zeigen. Zugleich rückt sie das Symposionsgelände als einen Ort in den Blick, der seit vielen Jahren immer wieder zum Ausgangspunkt experimenteller künstlerischer Prozesse und gemeinsamer Erfahrungen wird.

CAT 302.4D*
Intervention 2016, Video, 14 h 21 min
Mit einem Minibagger der Marke Caterpillar gräbt Pia Mayrwöger auf der Wiese eine Grube, aus der sie sich anschließend wieder befreit. Barfuß und in einem knöchellangen roten Kleid steigt sie in den Bagger und setzt ihn in Bewegung. Sie lockert eine etwa der Standfläche entsprechende Erdfläche, häuft das Material hinter der Maschine auf und fährt in die entstandene Vertiefung. Dort wendet sie den Bagger und wiederholt den Vorgang.

Schritt für Schritt arbeitet sich die Maschine tiefer in den Boden, bis der hydraulische Arm seinen maximalen Bewegungsradius erreicht. Die technischen Möglichkeiten des Baggers bestimmen den Endpunkt der Aktion. Anschließend kehrt Mayrwöger den Vorgang um und gräbt sich und die Maschine wieder aus der Grube frei.

Die lange Dauer und repetitive Struktur des Vorgangs werden im Video selbst zum Bestandteil der Arbeit: Die temporäre Intervention wird in eine eigenständige videobasierte Arbeit überführt.
(*) Die Arbeit entstand 2016 im Rahmen des Projekts „Somewhere to Disappear“, eines zehntägigen Workshops der Abteilung Experimentelle Gestaltung der Kunstuniversität Linz auf dem Gelände des Symposion Lindabrunn. Konzeption und Leitung: Leo Schatzl, gemeinsam mit Miriam Bajtala und Susi Jirkuff. Technische Unterstützung: Kurt Weckel und Günter Miklenic.

Pia Mayrwöger (*1986 Kefermarkt, † 2025) studierte Experimentelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz. Als freischaffende Künstlerin beschäftigte sie sich mit Arbeit, Produktionsprozessen und dem Verhältnis von Mensch und Maschine. Ihre künstlerische Praxis umfasste temporäre Interventionen im öffentlichen Raum, Objekt- und Rauminstallationen sowie Fotografie und Video. Durch Eingriffe in Alltagsobjekte, technische Geräte und Räume veränderte sie deren Wahrnehmung, Funktion und Bedeutung.

Details

  • Beginn: 24. August
  • Ende: 10. Oktober
  • Veranstaltungskategorien: ,

Veranstaltungsort

Veranstalter